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Hintergründe & Ziele

Ausgangslage

Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas zeigt erhebliche regionale, soziale und ethnische Unterschiede. Viele Risikofaktoren könnten frühzeitig erkannt werden.

Sekundäre Folgeerscheinungen der Adipositas im Kindesalter sind besorgniserregend: erhöhte kardiovaskuläre Risikofaktoren, Stoffwechselerkrankungen, orthopädische und psychosoziale Probleme. Die Entwicklung eines gesunden Lebensstils mit gesunder Ernährung und der Förderung ausreichender Bewegung von Anfang an ist für alle Kinder wichtig, auch für diejenigen, die kaum gefährdet sind, eine Adipositas zu entwickeln.

Dem Bewegungsmangel kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Die stärkere Nutzung von Fernsehen, elektronischem Spielzeug und Computern im Kindesalter führt zu reduzierter körperlicher Bewegung und nicht-aktiven Freizeitaktivitäten. Ein solches Verhalten wird u.a. dadurch begünstigt, dass für Kinder und Jugendliche, gerade in Gegenden mit einem hohen Anteil an sozial benachteiligten Familien, oftmals keine adäquaten und anregenden Möglichkeiten zu Spiel und Sport zur Verfügung stehen.

Ungünstiges Ernährungsverhalten im Kindesalter weist viele Teilaspekte auf und ist u.a. durch veränderte familiäre Konstellationen (größerer Anteil an Alleinerziehenden, Familien mit Berufstätigkeit beider Elternteile ohne ausreichende Möglichkeit von Kinderbetreuung, Schichtarbeit) und daraus resultierende Konsequenzen für das familiäre Essverhalten bedingt.

Die häufige Aufnahme energiedichter und fettreicher Nahrungsmittel sowie kalorienreicher Süßgetränke kann wesentlich zu einer erhöhten Energieaufnahme beitragen. Sie geht oft mit dem verminderten Konsum von Gemüse, Obst oder anderer faserhaltiger Nahrung einher.

Der Entwicklung von Übergewicht und Adipositas liegt somit eine komplexe Problematik zugrunde, die auch durch strukturelle und verhaltensbedingte Faktoren beeinflusst wird.

Spezielle Schulungs- und Therapieangebote für übergewichtige und adipöse Kinder sollten neben ernährungsbezogenen Inhalten, Bewegungsangeboten und Elternarbeit auch Angebote zur (entwicklungs-) psychologischen Förderung und im Bedarfsfall psychotherapeutische Angebote beinhalten. Gleichzeitig kommt der frühen Prävention durch Anleitung zu gesunder, wohlschmeckender Ernährung und Bewegungsangeboten besondere Bedeutung zu.

Ziele der Landesinitiative

Die Kompetenzen in NRW in den Sektoren Ernährung und Bewegung im Kindes- und Jugendalter sollen in der Landesinitiative zusammengeführt und die Transparenz der bestehenden Angebote erhöht werden. Wo dies erforderlich ist will die Landesinitiative neue Angebote initiieren und anbieten bzw. bestehende auf andere Zielgruppen und Lebenswelten übertragen.

Die Landesinitiative weist Schnittmengen zum Landesprogramm Bildung und Gesundheit in NRW und der Stiftung "Partner für Schule" sowie den landesweiten Bemühungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen ("Gruppenprophylaxe") auf. Die Landesinitiative zur Prävention von Übergewicht wird mit dem Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit des Landes NRW und weiteren Programmen wie "Schwer mobil" des Landessportbundes abgestimmt und mit der Landesinitiative für die Gesundheit von Mutter und Kind verzahnt werden.

Ziel der Landesinitiative ist es, in Kindergärten und Kindertagesstätten evaluierte Programme zum Schwerpunkt Bewegung und Ernährung zunehmend zu etablieren. Dadurch soll der Trend der Zunahme von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter gestoppt werden und mittelfristig eine Verminderung von Übergewicht und Fettsucht zum Zeitpunkt der Einschulung und Schulentlassung in NRW erfolgen. Ein besonderer Fokus wird dabei auch auf den unterschiedlichen Entwicklungen und darauf basierenden Interventionsstrategien bei Mädchen und Jungen liegen.

Zielgruppen

Zielgruppe der Landesinitiative sind Mädchen und Jungen im Vorschulalter, die zunächst in Kindertagesstätten angesprochen werden
sollen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Kindern mit sozialer Benachteiligung und/oder Migrationshintergrund liegen.
Für diese Gruppe sind spezifische Angebote zu konzipieren.

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