Die psychische Gesundheit trägt wesentlich zu einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Leben bei. Sie ermöglicht den Aufbau tragfähiger sozialer Beziehungen und eines klaren geschlechtsspezifischen Rollenverständnisses. Weiter ist die psychische Gesundheit elementar für den Erwerb von Bildung, die Erhaltung und Stärkung beruflicher Leistungsfähigkeit, die Fähigkeit der Beachtung gesellschaftlicher Normen und die Übernahme sozialer Verantwortung. Bereits jungen Menschen wird durch psychische Gesundheit die Fähigkeit gegeben, sich kompetent mit gesellschaftlichen Anforderungen auseinandersetzen zu können und dabei auch eigene Wünsche, Bedürfnisse und Hoffnungen zu verwirklichen.
Da trotz einer Vielzahl von Initiativen und Maßnahmen auf Landes- und kommunaler Ebene in den letzten Jahren eine weitere Zunahme von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen ist, hat die Landesgesundheitskonferenz NRW im Dezember 2010 eine Entschließung zu Erhalt und Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen verabschiedet.
Im Rahmen einer Landesinitiative sollen nun durch gemeinschaftliche Anstrengungen aller politischen und gesellschaftlichen Kräfte zunächst im Bereich der Prävention neue Impulse gesetzt werden. Präventions- und Interventionsmaßnahmen sollen dabei bereits im frühen Kindesalter ansetzen und das soziale Umfeld einbeziehen.