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Förderverfahren

Bild: Vier lachende Kinder auf einer Wiese, die gemeinsam an einem Tau ziehen. (Copyright: Paul/F1 online)
Bild "Kinder"

Qualitätsanforderungen

Ablauf des Förderverfahrens

Häufig gestellte Fragen zum Förderverfahren

Das Ministerium für Gesundheit, Pflege, Emanzipation und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) fördert unter Vorbehalt der Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel und ggf. unter Beteiligung von Mitgliedern der Landesinitiative "Starke Seelen" modellhaft Maßnahmen und Projekte. Die Fördermaßnahmen sollen insbesondere die Entwicklung und dauerhafte Implementierung von kommunalen Präventions- und Hilfeketten unterstützen. Darüber hinaus ist auch die Förderung von Maßnahmen möglich, die unter Berücksichtigung von geschlechts-, alters-, kultur- und schichtspezifischen Unterschieden die Entstehung und Manifestation von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen verhindern sollen.
Die Maßnahmen sollen Zielgruppen wie bspw. sozial Benachteiligte ansprechen, die von Präventionsangeboten nicht oder nur in geringem Umfang erreicht werden. Um eine Stigmatisierung einzelner Bevölkerungsgruppen zu verhindern, sollen die Maßnahmen integrativ ausgerichtet sein.

 

Qualitätsanforderungen

Für eine Aufnahme in die Landesinitiative "Starke Seelen" wie auch die finanzielle Förderung von Projekten sind die Grundsätze und Qualitätsanforderungen für Projekte im Rahmen des Präventionskonzepts NRW zu erfüllen.

Anforderungen an Projekte und Förderkriterien
  • Orientierung an der Entschließung der LGK 2010 bzw. dem Handlungskonzept der Landesinitiative
  • Das Projekt darf sich noch nicht in der Umsetzungsphase befinden.
  • Eindeutige Zielsetzung, zeitliche, finanzielle und personelle Planung, definierte Organisations-, Kooperations- und Koordinationsform, Dokumentation und Evaluation
  • Berücksichtigung schwieriger sozialer Problemlagen (z.B. durch die Ausrichtung auf sozial besonders belastete Zielgruppen bzw. die Entwicklung spezieller Strategien zu deren Ansprache)
  • Beschreibung von Nachhaltigkeit und Wirksamkeit der Maßnahme (z.B. Berücksichtigung von Studienergebnissen und/oder theoretischen Modellen)
  • Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen und gendergerechten Aspekten
  • Aktive Beteiligung aller Betroffenen im Rahmen der Maßnahme (Partizipation) und Motivation zu gesundheitsförderlichem Verhalten (Empowerment)
  • Ermittlung von psychischen Gesundheitsrisiken und -potenzialen (Bedarf ) sowie Einleitung eines geplanten und messbaren Veränderungsprozesses (Zielbeschreibung)
  • Möglichst institutionenübergreifende Kooperationen und Kommunikation unter Nutzung bereits bestehender Strukturen und Maßnahmen
  • Planung und Implementierung von Verstetigungsprozessen
  • Beteiligung in Form von Finanz-, Sach- oder Personalmitteln der Antragstellerin bzw. des Antragstellers
  • Der Schwerpunkt der Hilfen muss auf der Früherkennung, umfassenden Diagnostik und Frühintervention bei psychischen Störungen sowie eines barrierefreien Zugangs zu passgenauen und vernetzten Hilfen liegen.
  • Rückfällen ist durch geeignete Nachsorgemaßnahmen entgegenzuwirken (sog. Rückfallprophylaxe).
  • Einbindung in vorhandene oder im Aufbau befindliche bereichsübergreifende kommunale Präventions- und Hilfeketten.
Tabelle 1: Anforderungen an Projekte und Förderkriterien (eigene Darstellung 2014)

Tabelle als PDF-Datei

 

Neben den genannten Kriterien, die Projekte erfüllen müssen, gibt es auch Kriterien, die eine Förderung ausschließen:

 

Ausschlusskriterien für eine Aufnahme bzw. eine Förderung im Rahmen der Landesinitiative:
  • Das Projekt wird bereits umgesetzt.
  • fehlende Einbindung der Maßnahme in ein örtliches Gesamtkonzept
  • Projekte mit geringem Interventionsanteil
  • Entwicklung oder Förderung von Angeboten, die nicht auf strukturelle Veränderungsprozesse in Settings bzw. Lebenswelten ausgerichtet sind
  • Projekte, die vorrangig kommerziell ausgerichtet sind
  • Aktivitäten, die Werbezwecken oder einem Produktvertrieb dienen
  • Aktivitäten, die zu Pflichtaufgaben anderer Stellen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts gehören, ohne dass damit Innovationen verbunden sind oder Weiterentwicklungen angestoßen werden
  • Wiederholungsanträge
  • fehlende Evaluation
Tabelle 2: Ausschlusskriterien für eine Aufnahme bzw. eine Förderung im Rahmen der Landesinitiative (eigene Darstellung 2014)

Tabelle als PDF-Datei


Die Förderkriterien der Landesinitiative "Starke Seelen" sowie weitere Hinweise zum Verfahren sind der Broschüre "Förderrichtlinien" zu entnehmen.

Die Qualität von Maßnahmen ist entscheidend für ihren Erfolg. Einen Überblick über die aktuelle Qualitätsdiskussion in der Prävention und Gesundheitsförderung sowie Unterstützung bei der Auswahl eines für die geplante Maßnahme geeigneten Qualitätsinstruments bietet die Qualitätsinitiative NRW. Hier werden auch qualitätsgesicherte (Muster-)Projekte als Beispiele und Anregung für die praktische Arbeit sowie weiterführende Literatur vorgestellt.

Je nach Projektgröße und beantragtem Fördervolumen sind auch externe Evaluationen z.B. durch Universitäten und Forschungseinrichtungen vorzusehen.

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Ablauf des Förderverfahrens

Sowohl bei der Bewerbung um Aufnahme als assoziierte Maßnahme als auch um finanzielle Förderung tragen die Antragstellerinnen und Antragsteller ihre Projektbeschreibung in die Erfassungsmaske für Maßnahmen der Projekt-Datenbank NRW ein. Die Eingabe und Übermittlung aller Daten erfolgt auf elektronischem Weg.
Über die Erfassungsmaske werden ebenfalls Projekte aufgenommen, die sich für die anderen vier Landesinitiativen des Präventionskonzepts NRW oder für die Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen bewerben. Daher ist die Eingabemaske thematisch und methodisch allgemein gehalten; erst bei Zuordnung zur Landesinitiative „Starke Seelen“ und Bejahung eines Förderinteresses (Punkt 9.2) sind ergänzende Angaben zu machen.

Die eingegangenen Anträge werden durch das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) hinsichtlich des Erfüllungsgrades der oben dargestellten Kriterien und Anforderungen geprüft und mit einer Stellungnahme an eine  von der Lenkungsgruppe der Landesinitiative beauftragte Arbeitsgruppe weitergeleitet. Bei Bedarf werden vom Antragsteller weitere Informationen und Ergänzungen zum Antrag eingeholt. Die AG erteilt ein Votum, das sie anschließend der Lenkungsgruppe zur Beschlussfassung über den Antrag vorlegt. Nach abschließender Beurteilung wird der Antragsteller über das Ergebnis der fachlichen Prüfung informiert .

Die Prüfung der Förderfähigkeit obliegt dann der jeweils fördernden Institution nach den hier jeweils definierten bzw. gültigen Förderrichtlinien. Im laufenden Verfahren ist dies das MGEPA. Bei Projekten, die aus Landesmitteln gefördert werden, erfolgt die Abwicklung des Zuwendungsverfahrens nach §44 LHO über die jeweils zuständige Bezirksregierung. Bei einer Förderung durch andere Mitglieder der Landesinitiative (z.B. einer gesetzlichen Krankenversicherung) erfolgt die Abwicklung des Förderverfahrens durch diese.

In die Landesinitiative aufgenommene Maßnahmen können die Bezeichnung "Beitrag zur Landesinitiative Starke Seelen" sowie das Logo der Landesinitiative für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Ihre Projektbeschreibung wird in der Projekt-Datenbank NRW sowie auf der Seite "Starke Projekte" veröffentlicht.

Für Rückfragen oder Hilfestellung beim Antragsverfahren steht Ihnen das LZG.NRW gerne zur Seite.
Kontakt


Förderverfahren

Grafik 1: Ablauf des Förderverfahrens (eigene Darstellung 2013)

Grafk als PDF-Datei

 

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Häufig gestellte Fragen zum Förderverfahren

 

  • Wer kann sich um Förderung bewerben?
    Alle Institutionen, die vor Ort bereits vernetzt arbeiten.
  • Was kann gefördert werden?
    Sowohl Sachkosten als auch Personalstellen.
  • Was heißt innovativ?
    Das kann auch die Weiterentwicklung von Bewährtem sein.
  • Was wird nicht gefördert?
    Kommerzielle Projekte.
  • Ist ein Eigenanteil zu erbringen?
    Ja. Der Anteil des Antragstellers ist prozentual auszuweisen. In der Regel sind 20% Eigenanteil erforderlich, in begründeten Ausnahmen ist auch eine Förderung mit mindestens 10% möglich.
  • Über welchen Zeitraum wird gefördert?
    Längstens für drei Jahre. Anschließend ist für die Weiterführung mit eigenen Ressourcen Sorge zu tragen.
  • Welchen Umfang hat die (Landes-)Förderung?
    Die Höhe der Förderung richtet sich grundsätzlich nach Art und Umfang der geplanten Maßnahme, es gibt also keine festgeschriebene Höchstsumme.
  • Wann ist Projekt-Anmeldeschluss?
    Für das jeweils laufende Haushaltsjahr am 15. September. Ansonsten ist aber eine Antragstellung jederzeit möglich.


Diese Auflistung wird ergänzt und fortgeschrieben.

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Stand: Juni 2015

Fusszeile
Zusatzinformationen:
Ansprechperson
Wolfgang Werse
Tel.: 0521 8007-3234
E-Mail schreiben

Theresa Harbig
Tel.: 0521 8007-3271
E-Mail schreiben
Mit Projektträgern im Gespräch
"Ein kreatives Konzept, Kommunikation und Kooperation sind der Schlüssel zum Erfolg"

 

Logo "Kreis Mettmann"

 

Antje Arnolds, Projektverantwortliche eines auf den Aufbau von kommunalen Verbundstrukturen abzielenden Projekts des Kreises Mettmann, lässt Interessierte an ihren Erfolgserlebnissen im Antragsverfahren teil haben.

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"Mut haben und die Chance auf Förderung nutzen"

 

     Projektlogo "Felix"

Kerstin Seidel, Projektleitung im Projekt "Felix". Ein Netzwerk von Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern – koordiniert durch die Arbeiterwohlfahrt, berichtet von ihren Erfahrungen im Antragsverfahren. Mehr lesen...

 

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