Logo
Sie befinden sich hier:

Funktionen:
 
Schrift vergrößern
Schrift normal
Schrift verkleinern
Seite drucken
Kontakt
Sitemap
Suchfunktion:

Navigation:
Inhalt:

Hintergründe, Ziele und aktueller Schwerpunkt

Die Ausgangssituation

Bild: Logo mit roten Quadraten, in denen jeweils ein weißer Druckbuchstabe steht. Es werden die Wörter "Starke Seelen" gebildet.
Logo "Starke Seelen"

Die komplexen Anforderungen an Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft und die vielfältigen Ursachen psychischer Störungen erfordern einen ganzheitlichen Ansatz in Prävention und Gesundheitsförderung. Im Sinne der Verhaltens- und Verhältnisprävention muss dieser Ansatz sowohl individuelle als auch strukturelle Maßnahmen umfassen und sich eng an der jeweiligen Lebensphase und -situation orientieren. Maßnahmen zur Sicherstellung eines intakten Lebensumfeldes verbunden mit der Vermittlung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils sind umso wirksamer, je früher sie ansetzen. Hierbei kommt den Eltern und anderen nahen Bezugspersonen eine Schlüsselrolle zu.

nach oben

 

Die Ziele der Landesinitiative

Um dem in den letzten Jahrzehnten steigenden Auftreten psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen Rechnung zu tragen, befasst sich die Landesinitiative "Starke Seelen" intensiv mit der Weiterentwicklung von Maßnahmen und Strukturen zur Verhinderung von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Ziel der Landesinitiative ist der Erhalt und die Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch Maßnahmen in der Prävention. Um dies zu erreichen, müssen gezielt Schutzfaktoren verstärkt und Risikofaktoren reduziert werden. Hierzu sollen evidenzbasierte Präventionsprogramme verbreitet bzw. bei Bedarf auch entwickelt und zur Umsetzung angeboten werden, die nachweislich geeignet sind, Risikofaktoren günstig zu beeinflussen bzw. Schutzfaktoren zu stärken. Ausführliche Information enthält die Entschließung der Landesgesundheitskonferenz vom 9. Dezember 2010.

Durch die intensivere Verknüpfung mit den drei anderen kinder- und jugendbezogenen Landesinitiativen "Gesundheit von Mutter und Kind", "Prävention von Übergewicht bei Kindern" sowie "Leben ohne Qualm" wird der Aspekt der psychischen Gesundheit auch dort stärker berücksichtigt.
Die Verbindung mit (weiteren) landesweiten, politikfeldübergreifenden Initiativen und Konzepten sowie die Nutzung vorhandener Strukturen, die ebenfalls die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen behandeln, ist ein weiteres zentrales Prinzip der Arbeit. Hier zu nennen sind u.a. das Landesprogramm Bildung und Gesundheit, das Landeskonzept gegen Sucht oder auch das Modellvorhaben der Landesregierung und der Bertelsmann-Stiftung "Kommunale Präventionsketten – Kommunen in NRW beugen vor".

nach oben

Settings und Zielgruppen

Konzepte müssen dort ansetzen, wo Menschen leben, lernen und arbeiten. Geeignete Settings, die die Landesinitiative "Starke Seelen" ansprechen will, sind neben dem unmittelbaren Lebensumfeld (insbesondere die Familie) Kindertagesstätten, Schulen und Freizeiteinrichtungen. Im Fokus stehen dabei vor allem Einrichtungen in Stadtteilen mit besonderer sozialer Problemdichte.

Da psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen ein vielfältiges und komplexes Bedingungsgefüge aus personalen, sozialen und umweltbedingten Einflussfaktoren zu Grunde liegt und es deutliche geschlechts-, alters- und schichtspezifische Unterschiede gibt, werden Maßnahmen zielgruppendifferenziert gestaltet und jeweils insbesondere die Gruppen mit der größten Betroffenheit angesprochen.

Die Komplexität der Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit erfordert einen breiten gesellschaftspolitischen und sektorenübergreifenden Ansatz, der eine Kooperation und Koordination von Aktivitäten aus dem Gesundheits-, Jugend-, Familien-, Bildungs- und Sozialbereich erfordert.
Um die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu erreichen, benötigt die Landesinitiative die Mitwirkung verschiedenster Multiplikatorengruppen, die sie ansprechen und für eine Mitwirkung gewinnen will. Dies sind z.B. Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Pädiaterinnen und Pädiater sowie Hausärztinnen und Hausärzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jugendamt und im öffentlichen Gesundheitsdienst.

nach oben

Schwerpunkt Kommunale Präventions- und Hilfeketten

Wesentliche Voraussetzung für eine erfolgversprechende Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist das Ineinandergreifen der unterschiedlichen Präventions- und Hilfestrukturen. Und dies sowohl zu einem bestimmten Bedarfszeitpunkt als auch im Zeitverlauf: Hilfesysteme handeln noch zu oft nebeneinander, anstatt sich zu ergänzen und ihre Aktivitäten aufeinander abzustimmen. Nicht koordinierte Angebote treffen so auf Nutzerinnen und Nutzer, die diese Angebote nicht rechtzeitig und umfassend in Anspruch nehmen können.

Unter dem Leitmotiv "Starke Seelen durch Starke Netze" hat sich die Landesinitiative die Verbesserung von Präventions- und Hilfestrukturen im gesundheitlichen Bereich als ersten Schwerpunkt gesetzt: Die Weiterentwicklung bestehender und die Erprobung neuer Ansätze für die Implementierung kommunaler Präventions- und Hilfeketten soll angeregt und finanziell unterstützt werden. Wesentliches Ziel wird die Schaffung von hilfesystemübergreifenden Koordinations- und Anlaufstellen sein, die die betroffenen Menschen als "Lotsen" durch das System von Prävention und Hilfe leiten. Dabei wird eine flächendeckende Verbreitung der Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen angestrebt.

nach oben

Fachtagung "Starke Seelen durch starke Netze"

Am 25. Oktober 2012 hat das damalige Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter die Fachtagung "Starke Seelen durch starke Netze. Förderung der psychischen Kinder- und Jugendgesundheit in NRW" durchgeführt. Mit der Tagung hat sich die Landesinitiative zum ersten Mal in der Fachöffentlichkeit vorgestellt, über Fakten und Handlungsnotwendigkeiten informiert und für eine Behandlung des Themas geworben: "Starke Seelen durch starke Netze" erfordern die ressortübergreifende Abstimmung und Kooperation in stabilen und für alle gesellschaftlichen Gruppen zugänglichen Strukturen. Die Veranstaltungsdokumentation gibt eine Übersicht über die Fachreferate und Beispiele guter Praxis.

nach oben

Fusszeile