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Maßnahmen

Werbung für Früherkennungsuntersuchungen U8/U9

Durch Früherkennungsuntersuchungen können Schwächen rechtzeitig erkannt werden. So kann Kindern noch vor der Einschulung wirksam geholfen werden.  Einem Teil der Eltern fehlt es offensichtlich noch an Informationen über den Sinn und Nutzen der Untersuchungen. Das gilt insbesondere für die Angebote für die älteren Kinder. Oder die Eltern vergessen es schlichtweg, mit ihren Kindern zur U zu gehen, so die Erfahrungen aus den Kinder- und Jugendgesundheitsdiensten der unteren Gesundheitsbehörden. Deshalb führt die Landesinitiative zusammen mit den örtlichen Gesundheitsämtern die Kampagne Motivation U-Untersuchungen:  "Check Your Kid" durch.

Hier soll das Thema zunächst während einer Aktionswoche überall präsent sein. Und die Eltern sollen bei den verschiedensten Gelegenheiten persönlich angesprochen werden: Beim Besuch der Bürgerinformation, beim Einkauf, im Familienzentrum oder in der Kindertagesstätte.

 
Malwettbewerb

In Münster und der StädteRegion Aachen fanden offizielle Startveranstaltungen der Kampagne in den Zoos mit zahlreichen Mitmachaktionen und Informationsständen statt. Vorab lief in Aachen schon ein Malwettbewerb mit dem Thema "Mein Besuch beim Kinderarzt" mit über 600 eingesandten Bildern.

 
Bäckertüte

Während der Aktionswoche vom 26. März bis 2. April war dann "Check Your Kid" in beiden Kommunen überall präsent: Auf Plakaten, Flyern und DVDs. Auf der Brötchentüte ebenso wie im Kaufhaus, auf Postkarten, im Bus oder in der Kneipe an der Ecke.

 
Tablett mit Auflage

In Hagen wurden weitere innovative Wege zu Ansprache von Eltern beschritten. So wurde die Auftaktveranstaltung in einem Indoor-Spielpark durchgeführt. Kinder und Eltern aus Stadtteilen mit besonders niedrigen Teilnahmequoten an den U-Untersuchungen waren hier zum kostenlosen Besuch eingeladen. Neu war auch die Beteiligung einer bekannten Fastfood-Kette: Die Tabletts waren mit Auflagen zur Kampagne ausgestattet, in den Mahlzeitentüten für die Kinder lagen Infokarten mit Spielelementen.

 
Gesundheitsministerin Steffens im Kreis der Verantwortlichen aus Münster

2012 soll die Aktion nun in anderen Kreisen und kreisfreien Städten durchgeführt werden. Die Landesinitiative wird hierfür wiederum ein umfangreiches Set an Ideen und Unterstützungsmaterialien zur Verfügung stellen. Eine Handreichung zur Durchführung der Aktion mit Checklisten, Medienhinweisen, Kontakten etc. ist in Vorbereitung. Weitere Informationen für andere an der Durchführung der Aktionswoche interessierte Kommunen beim LZG.NRW.

 

Materialien - Vorbild Geburtsklinik - Neugeborenen-Hörscreening

 

Materialien

Erstellt und verbreitet wurden bisher diverse Materialien zur persönlichen Ansprache der Zielgruppen und zur Unterstützung der Aufklärungsarbeit von Multiplikatoren.
 

So liegt eine Broschüre "Sicherer Schlaf für mein Baby" in mehreren Sprachen zur Prävention des Plötzlichen Säuglingstods vor. Durch landesweite Streuung wurde sie über Kinderärzte, Geburtskliniken, Hebammen und andere verbreitet.

Weiter im Materialienset sind Faltblätter und Poster zum Thema Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft sowie eine Multiplikatorenbroschüre zu den bisherigen Themen der Landesinitiative enthalten (siehe auch Materialien).

Gestreut wurden diese Materialien auch bei niedergelassenen Gynäkologen und Apothekern in Nordrhein-Westfalen.

Durch eine landesweite Fachtagung "Gesundheit von Mutter und Kind" und regionale Veranstaltungen in Kreisen und kreisfreien Städten mit besonders hoher Säuglingssterblichkeit wurden gezielt Multiplikatoren angesprochen, Kooperationen vereinbart und Maßnahmen initiiert. Im besonderen Fokus der regionalen Maßnahmen liegen die Möglichkeiten der Ansprache sozial Benachteiligter und Migranten.

Erstellt wurde außerdem ein Leitfaden "Gewalt gegen Kinder", der über die Website www.gewalt-gegen-kinder.de auch über einen elektronischen Serviceteil mit Adressen und Kontakten in Nordrhein-Westfalen verfügt.

In der Planung sind weitere Maßnahmen im Rahmen der Schlafsackkampagne in Geburtskliniken, regionale Multiplikatorenveranstaltungen, Aktionen zur Erhöhung der Teilnahmequoten an den Vorsorgeuntersuchungen U8/U9, insbesondere aus sozial schwachen Elternhäusern, sowie Maßnahmen gegen Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern.

Auch die Produktion weiterer mehrsprachiger Videospots ist vorgesehen.

Vorbild Geburtsklinik

Die Verwendung von Babyschlafsäcken in Krankenhäusern als Beitrag zur Motivation für den häuslichen Einsatz

Die Verwendung von Babyschlafsäcken ist ein wichtiger präventiver Beitrag zur Verhinderung des plötzlichen Säuglingstods. Im Rahmen der Landesinitiative Gesundheit von Mutter und Kind wird die Verwendung von Schlafsäcken durch verschiedene Medien und durch die Einbeziehung von Multiplikatoren propagiert. Hierbei spielen die Geburts- und Kinderkliniken eine besondere Rolle. Der konsequente Einsatz von Schlafsäcken in Kliniken verbunden mit der Information und Beratung der Eltern könnte ein wesentlicher Beitrag dazu sein, dass Eltern die Schlafsäcke auch zu Hause verwenden.

Doch die Realität sieht anders aus: In einer bundesweiten Umfrage, die die Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) Ende November/Anfang Dezember 2005 an allen Entbindungs- und Kinderkliniken durchführte, zeigte sich, dass nur 20% aller Kliniken in NRW die Präventionsmaßnahmen in den Krankenhäusern selbst umsetzen. Hier setzt die Landesinitiative an und motiviert Kliniken zum Einsatz von Schlafsäcken und begleitender Aufklärungsarbeit.

Weitere Hinweise unter Schlafsack-Kampagne.

Hörstörungen früh durch Neugeborenenuntersuchungen erkennen!

Qalitätsgesichertes Angebot durch Neugeborenen-Hörscreening Nordrhein und Westfalen-Lippe

Von 1000 Kindern kommen 1-2 mit einer höhergradigen Hörstörung zur Welt. Wird eine Hörstörung monatelang oder gar jahrelang nicht entdeckt, kann sich dies auf die gesamte Entwicklung negativ auswirken: Nur wenn ein Kind hören kann, lernt es, normal zu sprechen.Vor allem die ersten Lebensmonate sind für das Hören von entscheidender Bedeutung, da sich in dieser Zeit die Hörbahn entwickelt. Je länger der Hörverlust unentdeckt bleibt, desto schwieriger wird es für das Kind, den Rückstand in der Sprachentwicklung aufzuholen. Erkennt man die Hörstörung sehr früh, so kann man dem Kind heute durch moderne Hörgeräte-Technologie und frühe Förderung den Start ins Leben wesentlich erleichtern.

Das Neugeborenen-Hörscreening Nordrhein und Westfalen-Lippe will deshalb als Verbundprojekt Strukturen schaffen, die ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Neugeborenen-Hörscreening ermöglichen. Hierzu haben sich Kliniken und niedergelassene Ärzte zusammengeschlossen.

Weitere Informationen zu Methode und Ablauf, den teilnehmenden Geburtskliniken und den Adressen der Nachuntersuchungsstellen finden Sie auf der Internetseite
www.hoerscreening-nrw.de

Fusszeile
Zusatzinformationen:
Aktuelles

Vier Jahre Neugeborenen-Hörscreening in OWL Die flächendeckende Einführung von qualitätsgesicherten Hörscreenings in den Krankenhäusern sowie die Begleitung kontrollbedürftiger Kinder und deren Eltern gehört zu den Aufgaben der Hörscreeningzentrale, die vor vier Jahren in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kliniken und Fachärzten etabliert wurde. Mehr lesen…

Kurze und einfache Botschaften für Schwangere Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes PAPI ? Paderborner Adipositas Prävention und Intervention ist auch eine Kurzinfo in Form eines Aufklebers entwickelt worden, der auch auf die Rückseite des Mutterpasses aufgebracht werden kann. Die Botschaften sind kurz und einfach formuliert und mit anschaulichen Piktogrammen hinterlegt. Diese Vorlage sowie weitere Materilaien stehen auf der Internetseite von PAPI

Aktion gesunde Kindheit: Druckvorlagen für Jugendämter in mehreren Sprachen

Das Landesjugendamt WL hat einen Flyer in drei Sprachen für Eltern entwickelt, mit dem diese über die Aufgabe des Jugendamtes im Rahmen der UTeilnahmeDatVO informiert werden können. Mehr lesen…

Schlafen im Bett der Eltern?
Position der Landesinitiative Gesundheit von Mutter und Kind zu den Themen „Schlafen im Bett der Eltern“ und „Verwendung von Beruhigungssaugern (Schnullern)“. Mehr lesen...

Aktionsprogramm Gesunder Start ins Leben!
Die Gesundheitskonferenz Gelsenkirchen führt ein umfassendes Maßnahmenpaket durch, um die Gesundheit von schwangeren Frauen, Müttern und Kindern maßgeblich zu verbessern.
Weitere Infos

Gesundheitsinformationen durch Videospots
Die Landesinitiative bietet Ihnen Informationen zu den wichtigsten Themen des Präventionskonzepts Nordrhein-Westfalen als Videospots an.
Die Filme sind zwischen drei und vier Minuten kurz und leicht verständlich. Sie können sie direkt am Bildschirm anschauen, herunterladen oder als DVD bestellen.

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